Umweltfreundliche Firmen und wie sie versuchen, die Welt zu retten

Umweltfreundlichkeit und Klimaschutz sind längst keine Privatangelegenheit mehr, sie gehören zur offiziellen Agenda ganzer Staaten. Auch immer mehr Konzerne beteiligen sich offiziell am großen Weltrettungsprojekt.

Umweltfreundlichkeit und Klimaschutz sind längst keine Privatangelegenheit mehr, sie gehören zur offiziellen Agenda ganzer Staaten. Auch immer mehr Konzerne beteiligen sich offiziell am grossen Weltrettungsprojekt.

Derzeit richten sich die Augen vor allem auf den Bereich Klima und CO2-Emissionen, das Einsparen von Energie wird zur weltumspannenden Grossaufgabe. Der ökologische Fussabdruck ist längst ein geläufiges Mass dafür, welche Klimaschäden bestimmte Personengruppen, Firmen oder Länder auf unserem Globus hinterlassen. Dieser fällt mal grösser, mal kleiner aus und kann sich sogar Negative zu ziehen. "Negativ" bedeutet in diesem Fall ethisch "positiv": Denn wer mehr CO2 bindet als emittiert, der hat sein Umwelt-Soll mehr als erfüllt.

Raubbau und Emissionen verhindern, wo immer es geht

Kohlendioxid wird heutzutage vor allem aus fossilen Brennstoffen freigesetzt, sei es Öl, Kohle oder Gas. Wer zum Heizen Holz verbrennt, der emittiert zwar ebenfalls CO2, doch bedient er sich nachwachsender Rohstoffe und keiner uralten Quellen, deren Kohlenstoffgehalt bereits sie Jahrmillionen der Luft entzogen ist – und nun mit voller Wucht zurückkehrt. Wichtig ist, sein Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu beziehen, um sicherzugehen, dass kein Raubbau an der Natur geschieht. Ähnlich kritisch ist jetzt energetische Schritt zu hinterfragen, sei es in der Mobilität, dem Warenverkehr oder in der Produktion und der Lagerung von Gütern. Und zwar immer und überall.

Der Earth Day als globaler Gedenktag für unsere Umwelt

Das Motto des Earth Days lautet nicht ohne Grund "global denken und lokal handeln": Dieser Leitgedanke soll verdeutlichen, dass es nicht allein um das Wohlergehen der Menschen im Hier und Heute geht. Den Planeten jetzt gesund zu erhalten, bedeutet auch, einen lebenswerten Ort für die Zukunft zu schaffen, der eine intakte Umwelt bereithält. Um das zu erreichen, ist das Einsparen von Plastikmüll mittlerweile zu einem wichtigen internationalen Anliegen geworden. Bei Handlungen wie dem Earth Day steht genau dieser Aspekt im Vordergrund. In diesem Bereich können nicht nur grosse Unternehmen, sondern auch Privatpersonen viele Massnahmen ergreifen, um die Umwelt zu entlasten. Und das nicht nur am Earth Day selbst, der jedes Jahr am 22. April in mehr als 175 Staaten auf der ganzen Welt gefeiert wird, sondern das ganze Jahr über.

Apple strebt bis 2030 vollständige Klimaneutralität an

Im Technologiesektor kommt es besonders stark aufs Energiesparen an, das liegt in der Natur der Sache. Hier ergeben sich enorme Einsparmöglichkeiten, die bis hin zur Klimaneutralität reichen. Apple gab bekannt, im Jahr 2030 so weit sein zu wollen und kein überschüssiges CO2 mehr auszustossen. Das Unternehmen folgt einer eigenen, 10-jährigen Klima-Roadmap, die den Ausbau der Energieeffizienz ebenso ins Auge fasst wie kohlenstoffarme Produktdesigns, erneuerbare Energien und Innovationen im Produktionsprozess. Von 2015 bis 2020 gelang es dem Konzern bereits, 35 Prozent seiner Emissionen einzusparen, doch liegt Apple immer noch bei über 20 Millionen Tonnen CO2 im Jahr.

Siemens schuf sich ein umfassendes Umwelt-Portfolio

Siemens stösst in ein ähnliches Horn, das firmeneigene Umweltportfolio teilt sich in die Bereiche Dekarbonisierung, Ressourcenschutz und Produktverantwortung. Die drei Punkte sind bei genauerem Hinsehen eng miteinander verknüpft, denn eine wahre Produktverantwortung ist nur dann möglich, wenn sämtliche Waren auf klima- und ressourcenschonende Weise entstehen. Der Umweltschutz an sich steht bei Siemens bereits seit dem Jahr 1971 auf der Agenda, einer Zeit, bevor die grosse Öko-Bewegung überhaupt in Gang kam. Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, entwickelt die Firma nach eigenen Worten innovative Lösungen und bedient sich des technologischen Fortschritts – ganz, wie es sich für eine Hightech-Firma gehört. "Zurück ins Mittelalter", um maximal Energie einzusparen, scheint jedenfalls keine Option, und das ist gut so.

Regionale Lebensmittel auch bei Discountern im Kommen

Die Lebensmittelbranche befindet sich ebenfalls auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Hier geht es vor allem um regionalen, umweltgerechten Anbau, die drastische Verkürzung von Lieferwegen und die Reduzierung umwelt- und gesundheitsschädlicher Pestizide. Noch immer strömen Nahrungsmittel aus aller Welt in unsere Discounter, ohne besondere Beachtung von Regionalitäten und Saisonalitäten. Doch das ändert sich allmählich im selben Zug, wie die Hofläden mit ihrem frischen lokalen Angebot wachsen.

Das "Regionalfenster" ist ein bundesweit einheitliches Zeichen, das Lebensmittelproduzenten freiwillig auf ihre Verpackungen drucken dürfen. Anhand dieses Logos können Konsumenten genau erkennen, woher die Ware stammt. In Baden-Württemberg wird es besonders häufig genutzt, hier übersteigt die Anzahl der gekennzeichneten Produkte bereits die 1.300er-Marke. Zum Verkauf stehen die regional hergestellten Früchte, Kräuter und Fleischwaren in verschiedenen Discountern, ob Lidl, Aldi oder REWE. Wenn sich Käufer immer häufiger für regionale Lebensmittel entscheiden, steigt gleichzeitig der Druck, das Supermarkt-Angebot entsprechend zu verändern.

Es gilt, an einem Strang zu ziehen!

Es steht allerdings zu vermuten, dass die Kunden in diesem Sinne offene Türen einrennen. Denn im Grunde strebt heutzutage jedes Unternehmen nach einem grünen Image – und wer sich dagegen sträubt, wird schnell zur Zielscheibe des Protests. Es gilt nun einmal, an einem gemeinsamen Strang zu ziehen, um unsere Erde für nachfolgende Generationen lebenswert zu halten.