Google Glass oder Ray Ban?

Beides - Muss die Antwort lauten. Spannend ist das Konzept der Google Brille allemal. Jedoch k├Ânnen sich vor allem Frauen nicht vorstellen mit solch einem teilweise recht klobigen Nasenvelo herum zu spazieren. Dem hat Google nun abgeholfen...

Beides - Muss die Antwort lauten. Spannend ist das Konzept der Google Brille allemal. Jedoch können sich vor allem Frauen nicht vorstellen mit solch einem teilweise recht klobigen Nasenvelo herum zu spazieren. Dem hat Google nun abgeholfen und sich kurzerhand den italienischen Brillenhersteller Luxottica ins Boot geholt. Dieser ist in der Branche tief verankert und produziert erfolgreiche Labels wie Ray-Ban, Oakley oder Vogue Eyewear.

Luxottica wird die nächste Generation von Google Glass designen, herstellen und sogar vertreiben. Wir dürfen also auf das neueste Modell gespannt sein, das modisch bestimmt anspruchsvoller sein wird als die aktuellen Varianten. Preislich dürften auch diese wieder um die 1‘500.- USD liegen, also im Preissegment, das bereits heute für ausgesuchte Benutzer vorgesehen ist. Leider gibt es die Google Glass Brillen nach wie vor erst für ausgesuchte Kunden und im Moment auch nur in den vereinigten Staaten.

Für alle die nicht wissen wie Google Glass funktioniert, hier ein kleiner Exkurs: Die Google Brille ist im übertragenen Sinne so etwas wie ein Minicomputer mit einem integrierten Projektor den man am Kopf, besser gesagt montiert auf einem Brillengestell auf der Nase trägt. Der Projektor projiziert dabei Bilder über einen Layer direkt auf die Netzhaut des Auges. Der Benutzer nimmt dieser Projektion wie eine zusätzliche Dimension oder ein Hologramm wahr. Stellen Sie sich vor, Sie schauen durch eine Brille und Ihnen wird vor Ihrem Auge eine, sagen wir mal Milchglasfarbene, leicht transparente Fläche mit Informationen und Funktionen eingeblendet.

Doch was soll das bringen? Diese erweiterte Realität bietet hunderte von Möglichkeiten interaktive Anwendungen zu nutzen. Ein Sprachbefehl genügt um die Applikationen zu starten.

So wird mit dem Befehl "Ok Glass – take a picture" ein Foto geknipst von dem, was Sie gerade sehen. Oder Sie lassen sich die Uhrzeit einblenden, nehmen einen Film auf, teilen was Sie sehen mit Freunden, lassen sich die Navigation zum nächsten Date einblenden, googeln nach einem Begriff, diktieren eine SMS, lassen sich im Ausland etwas übersetzen, und und und…

Nahezu alles was Sie heute mit Ihrem PC, Tablett oder Mobile bewerkstelligen, soll später über die Google Glass Brille machbar sein. Tatsache oder Fiktion?

Die Brille gibt es bereits zu bestellen aber leider ist diese noch US Bürgern vorbehalten. Wir müsse uns also noch ein bisschen Gedulden.

Wird sie sich durchsetzen? Das Web brauchte damals auch niemand, Smartphones waren zu Beginn verpönt und heute? Könnten Sie sich ein Leben ohne Handy noch vorstellen? Wer weiss, vielleicht nimmt diesen Platz schon bald eine Brille ein?

Auch Facebook scheint sich diesem Thema näher zu widmen. So hat der Social Media Riese vor kurzem den Datenbrillen Entwickler  Oculus für 2 Mialliarden US Doller übernommen.

Man darf also gespannt sein, was die Branche noch für uns bereit hält. Wir werden es "sehen"!

 

Autor: Patrick Briano