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Susanne`s Hundesitting in Alten

Gepostet: 26.11.2014
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Alten: Susanne Manser hat vor neun Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und arbeitet nun als Hundesitterin «Meine Hunde wissen: Ich bin die Chefin»

Alten: Susanne Manser hat vor neun Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und arbeitet nun als Hundesitterin «Meine Hunde wissen: Ich bin die Chefin»

Susanne Manser hat täglich ein Rudel von gut zehn Hunden zu beschäftigen. Vor neun Jahren hat sie sich nämlich als Hundesitterin selbständig gemacht. Hunde, die nicht mit in die Ferien dürfen, finden bei ihr einen Schlafplatz.

Wie für die meisten Leute beginnt auch für Susanne Manser der Arbeitstag um acht Uhr morgens. Anders als die meisten fährt sie aber nicht ins Büro, sondern von Dorf zu Dorf. Manser holt nämlich ihre Hunde ab. Was als Nebenjob begann, ist heute ihr Hauptberuf. Seit gut neun Jahren arbeitet sie als Hundesitterin und verdient so ihren Lebensunterhalt. Das Abholen und Bringen der Hunde gehört zum Service. Ihre Kunden kommen vorwiegend aus dem Zürcher Weinland, dem Thurgau. Den Tag über nimmt Manser die Tiere bei sich in Alten auf. So tummeln sich in ihrem Garten vom Golden Retriever bis zum Schäferhund, von gross bis klein, verschiedenste Hunderassen. Einige davon kommen ein, zwei Mal pro Woche, andere wohnen bei Susanne Manser, wenn ihre Besitzer in die Ferien gehen. In diesem Sommer betreut sie zwei bis drei Ferienhunde über durchschnittlich zwei Wochen.

Kostenpunkt: 50 Franken pro Tag, inklusive Übernachtung. Tageshunde kosten 40 Franken.

Manser‘s Rezept: Ein Rudel, ein Boss

Susanne Manser hat täglich ein zehnköpfiges Rudel zu betreuen. Zweimal am Tag geht sie mit ihnen spazieren oder baden. Zwangsläufig stellt sich die Frage: Wie schafft es die zierliche Frau, die Hunde im Griff zu behalten? «Sie wissen, dass ich die Chefin bin. Ansonsten muss ich konsequent sein. Nachgeben kommt nicht in Frage», sagt die Hundebetreuerin. Gerade wenn neue Tiere zu ihr kämen, müsse sie extrem präsent sein. Wenn man Manser mit den Vierbeinern beobachtet, dann lösen sich jegliche Zweifel sofort in Luft auf. Susanne Manser ist ganz klar der Boss im Rudel. Wenn also zum Beispiel einer der Hunde beim Spazierengehen nicht auf Manser‘s Rufe reagiert, dann trennt sie ihn vom Rudel und nimmt ihn an die Leine. «Klar gebe ich ihnen mehrere Chancen, aber wenn ich etwas sage, dann meine ich das auch.» Wer Chef sein will, der müsse sich auch dementsprechend verhalten, so Manser weiter. Vielfach sehe sie bei ihren Kunden das Gegenteil. Diese liessen sich oftmals von ihren Vierbeinern an der Nase rumführen. «Es ist eigentlich wie mit Kindern. Den Hunden muss man auch Grenzen aufzeigen.»Eine spezielle Ausbildung hat Manser nicht. Sie besitzt aber den Sachkundenachweis, hat darüber hinaus verschiedene Kurse besucht und ihr Wissen durch viele Bücher und DVDs erweitert. Weiter besitzt sie selber seit Jahren eigene Hunde, mit denen sie Erfahrungen gesammelt hat. Der Tierpflegerkurs ist Manser‘s nächstes Ziel.

Vom Sensibelchen bis zum Lausbub

Genau wie bei uns Menschen habe jeder Hund einen eigenen Charakter, sagt die Hundebetreuerin. So gibt es die Sensiblen, die beleidigt sind, wenn der Ton schärfer wird, die verspielten Schlitzohren, als auch ruhige, introvertierte Hunde. Für den Job als Hundesitterin muss Susanne Manser also ein gewisses Feingefühl mitbringen. Manser nimmt nicht jeden bei sich auf. Läufige Hündinnen, Hunde, die jünger als ein Jahr sind, oder unkastrierte Rüden betreut sie nicht. Ausserdem passe nicht jeder Charakter in die Gruppe. Deshalb hat Manser eine Art Probezeit eingeführt. «Es ist möglich, dass ein neuer Hund sich nicht mit dem Rest versteht. Da muss ich den Besitzern sagen, dass es nicht geht.» Glücklicherweise habe es bei Manser noch nie Zwischenfälle innerhalb des Rudels gegeben. Auch sie selbst habe noch nie Probleme mit einem Hund gehabt. «Mich beisst kein Hund, denn ich bin immer schneller.»

Ein neuer Spielplatz für die Hunde

In Buch (Schaffhausen) ist 2013 ihr neuer Hundehort entstanden. Manser betreut  ihre tierischen Kunden dort und nicht mehr bei sich in Alten. Auf dem Grundstück in Buch haben die Tiere eine grosse Wiese mit vielen Spielmöglichkeiten bekommen. Dort können sie sich freier austoben als in Manser‘s Garten

Link: swissguide.ch/Susanne`s Hundesitting

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