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Nützlichkeit von Arbeitsschuhen

Gepostet: 16.04.2021
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Neben dem richtigen Werkzeug und einer adäquaten Arbeitsschutzkleidung sind es vor allem auch die Arbeits- bzw. Sicherheitsschuhe, welche zur Grundausstattung der mannigfaltigen Branchenzweige von Industrie, Handwerk oder Landwirtschaft gehören. Als treuer Begleiter während der Arbeit und deren teils harten Alltag sollten Arbeitsschuhe nicht nur ausreichend Sicherheit und Schutz bieten, sondern auch Annehmlichkeiten wie Tragekomfort oder Atmungsaktivität bieten. Die exakte Art und Ausführung der Arbeitsschuhe hängt letztlich aber von vielfältigen Faktoren ab und sollte sorgfältig gewählt werden.

Mit Sicherheit und Komfort durch den Arbeitsalltag: Das sollte bei der bedarfsgerechten Wahl von Arbeitsschuhen beachtet werden!

Bei den verschiedenen Arbeitsschuharten kann grundsätzlich eine Unterteilung in Berufsschuhe und Sicherheitsschuhe erfolgen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Ausführung, sondern auch bezüglich des jeweiligen Einsatzzweckes.

So sind Berufsschuhe nach der EN ISO 20347 dann einzusetzen, wenn am Arbeitsplatz kein mechanisches Risiko durch spitze Gegenstände, Stoss- oder Druckausübung besteht. Berufsschuhe sind daher nicht zwingend mit einer Zehenschutzkappe auszuführen – hier stehen eher die Attribute wie eine optimale Dämpfung und Stabilität im Vordergrund. Sie kommen daher vorwiegend in Berufszweigen zum Einsatz, in denen viel gelaufen werden muss und die Mitarbeiter praktisch immer auf dem Sprung sind. Klassische Anwendungsbeispiele ist der Einsatz in der Gastronomie, in Grossküchen, im medizinischen Bereich oder im Kurierbereich. Daher sollten die Schuhe eher leicht und bequem sein, aber dennoch gewisse Grundanforderungen bezüglich dem Schutz der Arbeitenden gewährleisten. Dazu zählen beispielsweise antistatische, abriebfeste und rutschhemmende Sohlen sowie wasserdichte Eigenschaften. Das genaue Anforderungsprofil richtet sich jedoch nach den unterschiedlichen Gegebenheiten der verschiedenen Berufszweige.

 

Eine weitere Art von Arbeitsschuhen: Die Sicherheitsschuhe.

Ob vor Spritzwasser, rostigen Nägeln, Chemikalien oder herunterfallenden Gegenständen: Die verschiedenen Modelle von Arbeitsschuhen können vor einer Vielzahl an Gefahren des Berufsalltages schützen. In diesem Fall wird dann auch explizit von Sicherheitsschuhen gesprochen. Diese Schuhe sind nach der Norm EN ISO 20345 mit einem Zehenschutz aus Kunststoff, Alu oder Stahl versehen und bieten je nach Ausführung auch eine durchtrittsichere Sohle. Diese bieten für den Tragenden einen sicheren Schutz vor Stössen oder Druckeinwirkung mit Energien von bis zu 200 Joule.

Es erfordert daher ein ordentliches Mass an Erfahrung und Know-how, um solche Schuhe zu fertigen, die zum einen die sicherheitsrelevanten Aspekte erfüllen und zum anderen auch die orthopädischen Attribute wie Tragekomfort, Dämpfung und Stabilität bieten. Vor diesem Hintergrund findet sich auch im breit gefächerten Produktportfolio des Traditionsunternehmens Engelbert Strauss eine umfangreiche Auswahl an professionellen Sicherheitsschuhen und wasserdichten Arbeitsschuhen, die nicht nur nachhaltigen Schutz bieten, sondern auch durch ihr Design und zahlreiche weitere Annehmlichkeiten überzeugen. Seine Wurzeln hat der mit am dynamischsten wachsende Mittelständler Deutschlands im Jahre 1948, als der gleichnamige Firmengründer die Handelstradition seiner Familie fortsetzte. Engelbert Strauss beschäftigt mittlerweile über 1.300 Mitarbeiter und bietet in seinem Kernsortiment neben Arbeitsschuhen u. a. auch diverse Arten der Berufsbekleidung, Werkzeuge, Industriebedarf und Warnschutzartikel.

 

Worauf muss man beim Kauf von Arbeitsschuhen achten?

Beim Kauf von neuen Arbeitsschuhen gilt es zunächst zu klären, für welchen Einsatzzweck und -bereich diese benötigt werden. Geht es beispielsweise darum, einen Berufsschuh für Tätigkeiten mit einem hohen Laufpensum zu wählen, so sollte zunächst die richtige Schutzklasse gewählt werden. Bei Berufsschuhen kann hier zwischen den Schutzklassen OB, O1 und O2 gewählt werden. Dabei entsprechen Schuhe mit der Klassifizierung OB den Grundanforderungen der EN ISO 20347 und bieten eine rutschhemmende Sohle. Schuhe der Klasse O1 bieten darüber hinaus noch antistatische Eigenschaften und ein spezielles Energieaufnahmevermögen (Stossdämpfung) im Fersenbereich. Berufsschuhe mit der Klassifizierung O2 sind dagegen für eine Zeitdauer von mindestens 60 Minuten wasserdicht und bieten zusätzlich die Eigenschaften der Klasse O1. Sofern die Klasse gewählt ist, geht es an die Wahl der weiteren Parameter wie Schuhausführung, Material und Farbe. Bei der Ausführung gibt es neben knöchelhohen Schuhen und Halbschuhen auch Pantoletten mit offenem Fersenbereich – diese eignen sich vor allem in trockenen Arbeitsumgebungen im Innenbereich.

Beim Material stehen ähnlich wie bei Wanderschuhen grundsätzlich verschiedene Synthetik-, Textil- sowie Echtledermaterialien zur Verfügung. Auch die Kombination der verschiedenen Materialien bietet zahlreiche Vorteile. So werden beispielsweise die Eigenschaften von Nubukleder mit denen einer mehrschichtigen Funktionsmembran kombiniert. Dadurch wird ein dauerhaft wasserdichter, atmungsaktiver Schuh mit einem hohen Tragekomfort sowie einem professionellen und zuverlässigen Wetterschutz geschaffen. Daneben kommt es noch auf die Wahl der adäquaten Schuhgrösse und des entsprechenden Designs an. Gerade Letzteres sollte allerdings bei der Wahl von Arbeitsschutzschuhen an letzter Stelle stehen. Dennoch wurden auch hinsichtlich dieses Punktes die Produkte stetig weiterentwickelt und verbessert, sodass viele Arbeitsschuhe gar nicht als solche zu erkennen sind.

Ähnliches gilt bei der Wahl von Sicherheitsschuhen – anders als Berufsschuhe sind diese in verschiedene Sicherheitsklassen (SB, S1, S1P, S2, S3 und S4) eingeteilt. Diese implizieren ebenso die verschiedenen Eigenschaften und Sicherheitsmerkmale, die nach dem jeweiligen Einsatzzweck zu wählen sind.

So bieten beispielsweise Schuhe der Sicherheitsklasse S1 Annehmlichkeiten wie eine Zehenschutzkappe und eine rutschhemmende, antistatische, öl- und benzinresistente Sohle mit energieaufnehmenden Eigenschaften im Fersenbereich. Die Klasse S1P dagegen bietet noch zusätzliche Durchtrittsicherheit durch eine entsprechend präparierte Sohle.

 

Abwechslung für die Füsse: Wechsel der Berufs- und Sicherheitsschuhe aus Gründen der Ergonomie und Sicherheit

Wer während seiner täglichen Arbeit oder während des Heimwerkens Arbeitsschuhe trägt, stellt sich wohl des Öfteren die Frage: Wie oft muss ich Arbeitsschuhe wechseln? Um diese Frage zu beantworten, sollte zunächst auf die Tragehäufigkeit geschaut werden. Wer den Arbeitsschuh nur alle zwei Wochenenden zum Heimwerken trägt, kann das Wechselintervall natürlich etwas grosszügiger wählen als jemand, der diesen täglich zur Arbeit trägt. Gerade bei solche spärlich getragenen Schuhen kann durchaus eine Tragedauer von bis zu zwei Jahren oder mehr möglich sein. Sollte natürlich vorher der Schutzfall eintreten und die Sicherheitskappe, durchtrittsichere Sohle oder das Obermaterial haben entsprechend Schaden genommen, dann natürlich auch früher.

Für regelmässig getragene Berufs- und Sicherheitsschuhe empfehlen offizielle Stellen wie die Berufsgenossenschaft dagegen ein Wechselintervall von einem Jahr. Gerade bei Arbeitsschuhen, die täglich über mehrere Stunden getragen werden, ist die Beanspruchung so hoch, dass ein solches Intervall absolut angemessen ist.

In diesem Zusammenhang gibt es auch Meinungen, die im Rahmen eines professionellen bzw. berufsbedingten Einsatzzweckes der Sicherheitsschuhe für einen täglichen Schuhwechsel plädieren. Für diese Prozedur ist es allerdings erforderlich, dass zwei Paar Schuhe zur Verfügung stehen. Ein solch täglicher Schuhwechsel hat dabei vor allem Vorteile hinsichtlich des Tragekomforts und der Ergonomie. So besitzen auch Berufs- bzw. Sicherheitsschuhe unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Dämpfung, Form und Fussbett. Durch einen täglichen Wechsel werden so die Füsse unterschiedlichen Reizen ausgesetzt. Dies führt dazu, dass gesundheitlichen Problemen durch einseitig belastete Bänder, Muskeln und Sehnen präventiv vorgesorgt wird.

Doch auch unangenehmen Schweissfüssen wird so nachhaltig vorgebeugt: So nehmen die Schuhe durch das mehrstündige Tragen bei gleichzeitig hoher Belastung eine Menge Feuchtigkeit in Form von Schweiss auf. Durch einen täglichen Schuhwechsel haben diese so ausreichend Zeit, um komplett auszulüften und zu trocknen. Weiterhin wird so auch einem unangenehmen Tragefühl, das durch feuchte Schuhe entstehen kann, vorgebeugt.

Für ein noch effektiveres Auslüften sollten zusätzlich die Einlagen herausgenommen und Schuhspanner eingesetzt werden.

 

Auf die Grösse kommt es an: Welche Grösse muss ich bei Arbeitsschuhen kaufen? 

Grundsätzlich müssen Berufs- bzw. Sicherheitsschuhe nicht grösser als normale Strassenschuhe bestellt werden. Etwaiger Platzverlust wie beispielsweise durch die Zehenschutzkappe wurde bei deren Produktion bereits berücksichtigt. „Passt der Finger, dann passt auch der Schuh“ – an diesen einfachen Grundsatz kann sich auch bezüglich der richtigen Größe bei Arbeitsschuhen orientiert werden.

So sollte zunächst die normale Schuhgrösse ausgewählt und in den nicht geschnürten Schuh gestiegen werden. Im Anschluss sollte der Zeigefinger zwischen Ferse und hinterer Seite des Schuhs platziert werden. Wenn immer noch genügend Platz ist, kann der Schuh zugeschnürt und ein paar Probeschritte unternommen werden. Sofern es sich noch immer angenehm anfühlt, ist es die richtige Grösse. Zur Überprüfung kann auch der Daumen dienen: So sollte zwischen Spitze des Schuhs und der großen Zehe noch rund eine Daumenbreite Platz sein.

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