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Küche, die Körper und Seele stärkt

Gepostet: 14.08.2020
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Ausgewogene Kost ist wichtig für die allgemeine Gesundheit. Doch auch über das psychische Wohlbefinden entscheidet unsere Ernährung. Hierbei besonders wichtig: eine glückliche Darmflora. Wie genau stärkt man die Psyche durch Nahrung?

So hängen Darm und Psyche zusammen

Psychische Belastungen schwächen den Körper. In Zeiten von Corona ist psychischer Stress allgegenwärtig. Die Gegenwart ist daher eine grosse Herausforderung für Körper und Geist. Nicht nur über Sport und Entspannungstechniken lässt sich gegenhalten. Auch die Ernährung spielt eine Rolle, um in Krisenzeiten wie der aktuellen Körper und Seele zu stärken. Von der Qualität der Ernährung hängt nicht nur die Leistungsbereitschaft des Immunsystems, sondern auch die Zusammensetzung der Darmflora ab. Letztere macht den Darm zu einer Art zweitem Gehirn. Die Darmbakterien beeinflussen das Gefühlsleben und Stressempfinden, indem sie ununterbrochen Signale ans zentrale Nervensystem senden.

Nahrung fürs Gehirn: Auch die Versorgung mit Nährstoffen wie der Aminosäure Tryptophan spielt für die Gefühlswelt eine Rolle. Der Mikronährstoff ist an der Bildung des Glückshormons Serotonin beteiligt und wirkt dadurch unmittelbar auf das Gehirn.

Seelenfutter: Worauf kommt es an?

Je ganzheitlicher die Ernährung, desto besser geht es Körper und Seele. Eine Ernährungsform mit dahingehendem Vorbildcharakter ist die mediterrane. Indem wir regelmässig mediterrane Rezepte aus frischen Zutaten kochen, versorgen win Körper unserer mit einer idealen Kombination aus

  • Gemüse

  • Fisch

  • Nüssen

  • Hülsenfrüchten

  • Kräutern

  • Vollkornprodukten

  • pflanzlichen Ölen

  • Früchten

Die darin enthaltenen Nährstoffe stärken die Psyche und zugleich den Körper. Seelenfutter dieser Art bringt uns nicht nur gesund durch den Winter, sondern macht durch seine positiven Auswirkungen auf die Darmflora Stimmung. Ballaststoffe aus pflanzlicher Nahrung zum Beispiel fördern die gesunde Zusammensetzung der Darmbakterien. Ganz im Gegensatz zu tierischen Fetten und Zucker, wie sie oftmals in Fertiggerichten enthalten sind. Wer selber kocht, ist Anhängern des Convenience-Foods im Hinblick auf rundum stärkende Ernährung deutlich überlegen. Einseitige Nahrung bringt die Darmflora dagegen aus dem Gleichgewicht und beeinflusst so auch die Stimmungslage negativ.

Gute-Laune-Lebensmittel: Iss dich glücklich

Abhängig von den konsumierten Lebensmitteln und den darin enthaltenen Nährstoffen kann man über Ernährung bewusst die eigene Stimmungslage steuern. So beispielsweise, indem man

  • gute Laune mit Tryptophan-haltigen Nahrungsmitteln wie getrockneten Früchten, Kakao und Hülsenfrüchten fördert.

  • das Wohlbefinden mit Vollkornprodukten, Vollgetreide und Vollreis steigert, die mit Energie für den Tag versorgen und mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt die Darmflora glücklich machen.

  • die Nerven über B-Vitamin-Kicks aus Feldsalat, Linsen, Sonnenblumenkernen oder Leber beruhigt.

  • Stress mit Magnesium aus Nüssen, Himbeeren, Ananas und Bananen reduziert.

  • den Geist mit Omega-3-Fettsäuren aus schonend gepressten Pflanzenölen und Fischen wie Lachs oder Hering stärkt.

Zahlreiche Menschen denken bei dem Ausdruck Seelenfutter nicht an die beschriebenen Nahrungsmittel, sondern an voll beladene Nudelteller, zarte Schokolade oder fettige Chips. Das hat evolutionsbiologische Gründe. Trotzdem führt diese Art der Ernährung auf lange Sicht eher zum gegenteiligen Effekt, anstatt anhaltend gute Laune zu verbreiten.

Fettiges und Süsses: Wieso verbindet man Ungesundes mit Glück?

Ob es um das Ende einer Beziehung oder Stress in der Arbeit geht: Wer zum Frustessen neigt, greift meist zu Schokolade, Eis oder fettigen Chips. In den ersten Sekunden mag es Frustessern nach dem Konsum solcher Kalorienbomben besser gehen. Trotzdem ist der tröstende Kick mit diesen Lebensmitteln nicht von langer Dauer. Dass sich der Körper in Stresssituationen nach möglichst vielen Kalorien verzehrt, liegt an den Stresshormonen. Ihre Ausschüttung soll in Stresssituationen das Überleben sicherstellen. Auf Stress wie Konfrontation mit wilden Tieren reagierten unsere Vorfahren mit Kampf oder Flucht. Die durch die Stresshormone eingeleitete Kampf-oder-Flucht-Reaktion verlangt nach Energie – und um davon genügend bereitstellen zu können, ist der Körper auf Brennstoff angewiesen. Sprich: Kalorien. Heutzutage hängt das Überleben in Stresssituationen nicht mehr vom Kampf-oder-Flucht-Instinkt ab. Trotzdem ist das Schema dem Menschen erhalten geblieben. Was den Griff zu Chips und Süssem in Stresssituationen noch verschärft: Als Kind wird man mit ungesunden Nahrungsmitteln dieser Art oft über Enttäuschungen hinweggetröstet. Ein Teil der Reaktion ist deshalb anerzogen, während der andere evolutionsbiologisch begründet ist.

Vorsicht vor Kalorienbomben als Trostspender und Stimmungsmacher: Die schnell verwertbaren Kohlenhydrate in Süssem und die ungesunden Fettsäuren in Chips führen auf lange Sicht eher zu schlechter als guter Laune. Entsprechende Snacks liefern leere Kalorien. Weil sie kaum Nährstoffe enthalten, fühlt sich der Körper nach kurzer Zeit unterversorgt. Als Warnsignal sackt mit den Energieleveln auch die Laune ab.

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