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Homeoffice mit Kind: Stressfreier mit diesen sieben Tipps

Gepostet: 16.02.2021
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Lockdown und kein Ende: Viele Eltern haben in den letzten Monaten bemerkt, dass Homeoffice mit Kindern einer Gratwanderung gleichen kann. Mit diesen sieben Tipps klappt es, diese Herausforderung souverän zu meistern und den Stresslevel für alle möglichst niedrig zu halten.

1. Das Homeoffice einrichten

Nicht jeder hat den Luxus, zu Hause ein eigenes Arbeitszimmer zu haben. Wichtige Unterlagen sollten daher nach Feierabend in einem Karton verstaut und ausserhalb der Reichweite der Kinder aufbewahrt werden. Wer seinen Arbeitsplatz einrichtet, sollte nicht vergessen, auch eine Ecke für die Kleinen einzurichten. Ein Stück Pappe wird zum Laptop und ein Spielzeugtelefon lässt auch das Kind wichtige Gespräche "führen". So wird nicht nur das kindliche Bedürfnis, die Erwachsenen zu imitieren, gefördert, sondern auch kreatives Spiel. Gerade für Kleinkinder ist es wichtig, immer in der Nähe der Eltern zu sein. Falls das nicht möglich ist, sorgt ein Babyphone mit Kamera dafür, den Überblick zu behalten.

2. Die alltägliche Routine beibehalten

Die Corona-Pandemie erfordert von Gross und Klein ein Höchstmass an Flexibilität. Damit das nicht zulasten der Struktur geht, sollten tägliche Routinen weiter gepflegt werden. Zwar muss der Wecker nicht schon um sechs Uhr klingeln, doch sollte der Vormittag nicht komplett im Schlafanzug verbracht werden. Kinder, die den täglichen Ablauf vor dem Aufbruch zu Schule oder Kindergarten erleben, starten deutlich besser und geregelter in ihren Tag. Natürlich profitieren auch die Erwachsenen davon, wenn die "richtige Kleidung" je nach Vorliebe in der Familie schon vor oder direkt nach dem Frühstück angezogen wird. Mittag- und Abendessen sollten ebenfalls zu festgelegten Zeiten erfolgen und selbstverständlich geht der Nachwuchs mit den gewohnten Ritualen zur üblichen Schlafenszeit ins Bett.

3. Gemeinsam einen Plan machen

In Schule und Kindergarten sind die Kleinen an Pläne gewöhnt. Diese Struktur ist auch in Zeiten von Homeoffice und Unterricht am PC notwendig, damit die Kinder sich besser in dieser Situation zurechtfinden. Eltern sollten sich daher mit ihren Schulkindern zusammensetzen und einen Plan für jeden Tag ausarbeiten. Dieser sollten feste Zeiten vorsehen für:


- Unterricht
- Hausaufgaben
- Spielzeit zusammen mit einem oder beiden Elternteilen
- fixe Arbeitszeiten, in denen im Homeoffice nicht gestört werden darf und die Kinder sich alleine beschäftigen
- Aktivitäten gemeinsam als Familie


Wenn der Plan steht, wird er gut sichtbar für alle Familienmitglieder aufgehängt. Zum Beispiel an einer Pinnwand in der Küche der am Kühlschrank.

4. Mahlzeiten organisieren

Natürlich ist es schön, gemeinsam mit den Kindern das Essen vorzubereiten. Doch was tun, wenn noch so viel Arbeit zu erledigen ist, aber der Nachwuchs lautstark bekundet, Hunger zu haben? Wer hier ein bisschen organisiert, spart viel Zeit und Nerven. Beim Kochen kann gleich die doppelte Menge zubereitet werden. Der Rest wird eingefroren. Gemüse und Obst für den Tag werden schon in der Früh für den ganzen Tag geschnitten. Viele Familien haben in Corona-Zeiten den Slow Cooker für sich entdeckt: der köchelt mit den entsprechenden Zutaten befüllt einfach vor sich hin.

5. Alternative Arbeitszeiten suchen

Nicht in jedem Job lassen sich die Arbeitszeiten einfach verändern. Wer jedoch die Möglichkeit und sehr kleine Kinder hat, sollte mit dem Chef die Arbeitszeiten flexibler abstimmen. Zeiten, in denen sich produktiv sein lässt, sind der Morgen vor dem Aufwachen der Kinder, während dem Mittagsschlaf oder auch am Abend, wenn die Kleinen im Bett liegen. Sobald alles ruhig ist, geht die Arbeit deutlich schneller von der Hand. Das dreckige Geschirr lässt sich hingegen locker abwaschen, wenn die Kinder wach sind.

6. Sich mit dem Partner abstimmen

Wenn beide Elternteile im Homeoffice sind, sollten Arbeits- und Betreuungszeiten aufgeteilt werden. Vormittags arbeitet einer hoch konzentriert, am Nachmittag wird getauscht. Wichtig ist, den Kindern diese Aufteilung zu kommunizieren: Sobald Papa am Schreibtisch sitzt, ist nur Mama der Ansprechpartner und umgekehrt.

7. Feierabend ist Feierabend

Ausser bei angeordneten Überstunden kommt niemand freiwillig auf die Idee, länger als notwendig im Büro sitzen zu bleiben. Homeoffice verleitet dazu, ständig irgendetwas für den Job zu tun: Mails checken, vorarbeiten, da der morgige Tag verspricht, noch stressiger zu werden oder einen Projektentwurf zu später Stunde anfertigen. Ist das Arbeitspensum des Tages erledigt, muss auch zu Hause Feierabend sein. Schliesslich ist die gemeinsame Familienzeit wichtig und jeder muss auch einmal abschalten.

Fazit: Niemand ist perfekt
Arbeit oder Kinder - irgendetwas wird in diesen immer länger werdenden Wochen im Homeoffice zwangsläufig zu kurz kommen. Niemand ist in der Lage, acht Stunden hoch konzentriert am Schreibtisch zu sitzen, gleichzeitig den Nachwuchs zu bespassen sowie zu beschulen und sich dann noch um den Haushalt zu kümmern. Dem Nervenkostüm tut es gut, den Drang zum Perfektionismus abzulegen. Wichtig ist, sich selbst nicht zu stressen. Statt den Korb Bügelwäsche noch zu leeren hat eine kleine Auszeit Priorität, damit der Druck nicht noch weiter ansteigt. Solange Eltern ihren Kindern erklären, dass sie nicht der Grund für den erhöhten Stresslevel sind, wird der Nachwuchs mehr Verständnis zeigen als angenommen.

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