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Unternehmer und Visionär Gustav Furrer im Alter von 69 Jahren verstorben

Gepostet: 16.09.2014
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Ein Pionier war Gustav Furrer bereits in seinen frühen Jahren als Student: «Ich war der erste, der an der neuen Abteilung Informatik an der ETH Zürich bei Carl August Zehnder seine Dissertation ablegte», erzählt er mit Stolz.

1981 promovierte Gustav Furrer an der Abteilung Informatik als Dr. sc. techn. ETH. Von 1976 bis 1983 war er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am ETH Institut für Operatations Research. 1984 gründete Furrer die Firma Furrer & Partner AG, ein Informatik Unternehmen der ersten Stunde. Ein Unternehmen das sich auf Multimedia Anwendungen spezialisierte. Das Unternehmen Furrer & Partner erlangte Bekanntheit als es erfolgreich die Software "Paymaker" für den Zahlungsverkehr in der Schweiz lancierte. Insgesamt beschäftigte die Firma 35 Mitarbeiter. 1999 verkaufte er sein Unternehmen in der dot.com Phase an das Softwareunternehmen Pixelpark und begleitete die Firma noch während 4 Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung.

Im Anschluss unterstützte der Pionier Furrer die Cablecom in verschiedenen Projekten, so war er wesentlich am Aufbau des Branchenverzeichnis "swissguide.ch" der Cablecom beteiligt. Als die Cablecom aus dem Projekt aussteigen wollte, entschloss sich Gustav Furrer zusammen mit Jürg Dangel das Unternehmen swissguide in einem Management Buyout zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Als Visionär erkannte Gustav Furrer schon früh, das Potenzial der Verzeichnisdienste für die Suchmaschinen-Optimierung. Swissguide.ch gehört zwischenzeitlich zu einer gewichtigen unabhängigen und stark besuchten Plattform im Directory-Verzeichnis-Geschäft der Schweiz. Als Geschäftsleitungsmitglied engagierte sich Gustav Furrer mit seinem technischen und visionärem Wissen bis 2010 für den Erfolg des Unternehmens. 2011 verkaufte er seine Anteile an die swissclick ag.

Als Mensch und überzeugter Demokrat hat die "Affäre Nyffenegger" Gustav Furrer stark geprägt. Viele mögen sich möglicherweise an diese in den Medien breitgetretene Affäre noch gut erinnern. Die damalige Bundesanwältin Carla del Ponte hat einen Skandal kreiert, der weit über das Ziel hinausging. Ein Fall der aufzeigt, wie schnell ehrliche Bürger in die Mühlen der Justiz geraten können. Von den ursprünglichen Anklagepunkten Betrug, Bestechung und Landesverrat blieb denn auch nichts übrig, Furrer wurde in allen Punkten freigesprochen und vollständig rehabilitiert.

Das swissguide Team nimmt tief betroffen Abschied von seinem langjährigen Gründungsmitglied und Verwaltungsrat. Er bleibt für uns ein grosser Visionär, ein Pionier der Informatik und der neuen Medien.

 

swissguide Team

13. September 2014

Lesen Sie mehr unter: "zum Hinschied von Gustav Furrer auf wirtschaft.ch"

Link: Firmenprofil - swissguide AG

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