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Augenerkrankungen bei Kindern - worauf ist zu achten?

Gepostet: 25.09.2020
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Auch Kinder sollten regelmässig zu einer Vorsorgeuntersuchung zum Augenarzt. Das grösste Problem besteht darin, dass die meisten Fehlsichtigkeiten bei Kleinkindern zunächst nicht auffallen. Es ist jedoch enorm wichtig, diese Probleme so frühzeitig wie möglich zu behandeln. Je früher erforderliche Behandlungen begonnen werden, desto besser sind die Prognosen.

Versäumnisse bei der Behandlung von Sehstörungen im Kindesalter können bei Erwachsenen zu einer lebenslangen Beeinträchtigung der Sehkraft führen. Die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchungen ab dem 2. Lebensjahr empfiehlt auch Kinderaugenarzt Dr. med. (H) Richard Nagy.


Welche Probleme treten bei Kleinkindern häufig auf?

Zu den häufigsten Augenproblemen bei kleinen Kindern gehören:

  • Kurzsichtigkeit

  • Weitsichtigkeit

  • Schielen

Da kleinere Kinder noch nicht lesen oder andere Dinge tun, bei denen eine hohe Sehkraft erforderlich ist, fallen die Sehschwächen meistens gar nicht auf. Eltern erkennen höchstens das Schielen, wenn es sehr stark ausgeprägt ist. Ein leichtes Schielen wird auch nicht mit blossem Auge erkannt. Deshalb ist es wichtig, in regelmässigen Abständen Vorsorgeuntersuchungen bei einem Augenarzt durchführen zu lassen. Im Kleinkindalter lassen sich Fehlstellungen der Augen und viele andere Probleme recht einfach korrigieren.

Frühzeitige Augenuntersuchungen sind sehr wichtig

Es stellt sich die Frage, warum denn schon Kleinkinder von einem Augenarzt untersucht werden sollten? Doch dafür spricht ein wesentlicher Grund. Die Augen entwickeln sich bei den Kindern erst nach der Geburt. Das bedeutet, dass die Augäpfel erst im Laufe der ersten Lebensjahre ihre endgültige Form erzielen. Werden aufgetretene Probleme nicht rechtzeitig erkannt, behindern diese die Ausbildung der Augen. Das kann zu einer lebenslangen Beeinträchtigung der Sehleistung führen. In den ersten Lebensjahren werden daher schon die Weichen für die spätere Sehkraft gestellt. Gerade in der heutigen Zeit ist eine hohe Sehkraft für den beruflichen Erfolg von elementarer Bedeutung.

Auch dann, wenn ein Kind noch keine Zahlen oder Buchstaben kennt, kann der Augenarzt schon einen Test der Sehschärfe durchführen. Dazu verfügt er über entsprechende Diagnosegeräte, mit denen er die Form der Augen genau vermisst. Zudem kann er auch schon ein minimales Schielen diagnostizieren, das mit blossem Auge nicht zu erkennen ist.

Wann sollten Eltern mit Ihren Kindern zum Augenarzt?

Viele Eltern fragen sich, wann sie ihr Kind von einem Augenarzt untersuchen lassen sollten. Auf diese Frage sollte näher eingegangen werden. Für Kleinkinder gibt es ohnehin die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt. Dieser kann jedoch keine exakten Augenuntersuchungen durchführen. Ihm fällt aber auf, wenn ein Kleinkind Schwierigkeiten mit den Augen hat. In dem Fall rät er den Eltern unbedingt, einen Augenarzt aufzusuchen.

Mitunter sind in der Familie aber auch Augenerkrankungen bekannt. Bei diesen kann es sich um Erbkrankheiten handeln, die über Generationen hinweg weitergegeben werden. Sind solche Krankheiten bekannt, sollten ohnehin Vorsorgeuntersuchungen bei einem Augenarzt durchgeführt werden. Er sollte dann auf die Augenerkrankungen in der Familie hingewiesen werden, damit er die Diagnose dahingehend ausrichtet.

Akute Augenerkrankungen bei Kindern

Es müssen nicht immer chronische Augenleiden sein. Manchmal erleiden Kinder auch plötzlich auftretende Augenkrankheiten. Dazu gehören unter anderem:

  • Gerstenkorn

  • Lidrandentzündung

  • Bindehautentzündung

  • Tränenkanalverstopfung

Bei den entzündlichen Augenleiden sind zumeist Bakterien die Auslöser. Diese führen Entzündungen an der Bindehaut oder an den Lidrändern herbei. Bei einem Gerstenkorn handelt es sich ebenfalls um einen entzündlichen Vorgang. Die Augen sind dann stark geschwollen und gerötet. Zudem bereiten diese Krankheiten dem betroffenen Kind starke Schmerzen. In solch einem Fall sollte schnellst möglich ein Augenarzt es sich näher ansehen. Dabei kann es sich auch gerne um den augenärztlichen Notdienst handeln. Derartige Erkrankungen sollten möglichst schnell behandelt werden, weil sie sich sonst immer weiter ausbreiten und bleibende Schäden an den Augen anrichten können.

Fazit

Auch dann, wenn die Kleinkinder keine Probleme mit ihren Augen zu haben scheinen, sollten sie in regelmässigen Abständen von einem erfahrenen Augenarzt untersucht werden. Da sich die Augen erst nach der Geburt in den ersten Lebensjahren richtig ausbilden, sollten eventuell aufgetretene Probleme frühzeitig behandelt werden.

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