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Vorbeugen statt Burnout kurieren

Gepostet: 14.03.2018
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Termindruck, Hektik und zu viele Bälle auf einmal jonglieren: Manchmal wird es alles zu viel. Unter der Bezeichnung "Burnout" verbirgt sich eine Kombination aus emotionaler Erschöpfung und verminderter Leistungsfähigkeit, die von einem Grossteil der Bevölkerung mittlerweile als Krankheit angesehen wird.

Besonders stressgefährdet sind vor allem die Jüngeren. In einer österreichischen Stress-Studie der Allianz waren es die 18- bis 34-Jährigen, die mit 41 Prozent an der Spitze der potenziellen Burnout-Opfer standen.

Zu den Problemen zählen unter anderem natürlich die berufliche Anspannung, wachsende Arbeitslast, ständiger Termindruck und Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz. Auch das Abschalten fällt vielen Männern und Frauen schwer. Nur jeder vierte lässt den Job auch im Kopf zurück sobald der Feierabend beginnt. Andere brauchen bis zu zwei Stunden, wenn es ihnen überhaupt gelingt.

Doch nicht nur dadurch wird auch die Freizeit zum Problem. Manchmal wird der private Terminkalender so vollgepackt, dass er mehr Belastung als Entspannung bringt. Hinzu kommen für viele Leute die Kinder, der Haushalt oder die Pflege von Angehörigen.

Um den Stress und damit die Burnout-Gefahr zu reduzieren, gibt es diverse Möglichkeiten, angefangen beim Arbeitsplatz. Kaffeepausen, Unterhaltungen mit Kollegen und das bewusste Unterbrechen der Tätigkeit für ein paar Minuten sind für viele ein guter Anfang. Das bewusste Nein sagen zu unerfüllbaren Aufgaben oder Terminen, das Konzentrieren auf eine Sache zurzeit, statt hektisch ein halbes Dutzend Dinge zu jonglieren und der Abschied vom Perfektionsanspruch können ebenfalls helfen.

Mindestens genauso wichtig ist es, die Freizeit bewusst zu nutzen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Das kann durch eine Form von Meditation geschehen, durch eine entspannende Massage oder Bewegung in der Natur.

Sport gilt als einer der bewährtesten Stresskiller, und regelmässige Bewegung hilft beim Abschalten und Wiederauftanken. Lesen, Musik hören, Handarbeit oder Beschäftigung im Garten gehören ebenfalls zu den von Experten empfohlenen Hobbies.

Allerdings sollte es nicht dabeibleiben, sich alle Jubeljahre einmal auf diese Art zu entspannen. Sich täglich eine Freude zu machen ist das Ziel. Das kann ein Abend mit Freunden sein, eine leckere Mahlzeit bei Kerzenlicht oder Sprachunterricht an der Abendschule. Hauptsache ist, es macht glücklich. 

Regelmässig, aber in Massen ist dabei das Motto. Zuviel des Guten kann auch hier wieder in Hektik und Stress ausarten und damit den positiven Faktor zunichtemachen.

Nützlich kann es sein, eine Art Tagebuch zu führen, in dem jeden Abend die positiven Dinge notiert werden. Was hat gut geklappt und was hat einen aufgeheitert? Wer sich dies bewusst macht, kann das Selbstwertgefühl steigern und auch leichter die Sachen loslassen, die weniger erfreulich waren. Auch sich selbst bewusst werden, welche Tätigkeit einem tatsächlich zusagt und wie die eigenen Karriereansprüche aussehen, kann gerade im Berufseinstieg helfen.

Gesunde Ernährung ist ein weiterer Punkt, um im Gleichgewicht zu bleiben oder wieder dorthin zu kommen. Wer sich selbst und seine Bedürfnisse ernst nimmt, ist dem Alltag mit all seinen zunehmenden Herausforderungen besser gewachsen.

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